Investmentabenteuer in den Emerging Markets

In Gedenken an Sir John Templeton

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Der 29. November markiert ein Jubiläum: Er wäre der 100. Geburtstag von Sir John Templeton gewesen. Sir John Templeton hat meine Karriere als Portfoliomanager prägend gefördert und ich bewundere ihn als Menschen außerordentlich. Erstmals traf ich den verstorbenen Sir John vor über drei Jahrzehnten, als ich als Analyst für einen Börsenmakler in Hongkong arbeitete. Einige Male reiste ich zu Präsentationszwecken für die Templeton-Portfolioteams nach Nassau, und auf diese Weise lernten wir uns kennen.

Eines Tages sprach mich Sir John wegen des Managements einer neuen Emerging-Markets-Gruppe an, die der gerade ins Leben rief und die ihn sehr begeisterte. Ich ergriff diese Gelegenheit. Das war eine große Chance, global zu arbeiten und nicht nur mit Fokus auf Taiwan (ich war dort Leiter der damals ersten Investmentgesellschaft). Und gab es nicht viele – wenn überhaupt – andere Portfoliomanager mit Fokus auf den globalen Emerging Markets. Es war daher wirklich eine Chance! Das, was heute die Templeton-Emerging-Markets-Gruppe darstellt, feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Seitdem haben sich die Märkte natürlich sehr verändert, aber der Kern unserer Anlagephilosophie bleibt dem zeitlosen Ansatz von Sir John treu. 

Zu den für mich stets interessanten Dingen an Sir John gehörte die Tatsache, dass er – obwohl er ein wohlhabender Mann war – in sehr bescheidener Weise lebte und arbeitete. Er gab nicht viel Geld aus und verabscheute Verschwendung. Beispielsweise warf er gebrauchtes Briefpapier nicht weg, sondern zerschnitt es und verwendete die Rückseite, statt neue Notizblöcke zu kaufen. Er dachte „grün“ bevor Recycling verbreitet war!

Er war auch sparsam hinsichtlich seiner Büroräume. Als ich anfing mit ihm zu arbeiten, befand sich das Büro im Dachgeschoss eines kleinen Einkaufszentrums in Nassau. Ich erinnere mich an einige japanische Investoren, die kamen, um Sir John zu treffen – und sie waren geschockt, dass angesichts der Geldmengen, die er managte, er in einem solch anspruchslosen Büro arbeitete.

Dieser Einfallsreichtum spiegelte sich auch in der Art wider, in der Sir John arbeitete. Ununterbrochen las und prüfte er, um möglichst fundiert-sachliche Entscheidungen zu treffen.

Viele Dinge habe ich von Sir John gelernt. Das wichtigste war wohl Demut. Stets betonte er, wir müssten demütig sein, denn ohne Demut sind wir unfähig zu lernen und uns veränderten Umgebungen anzupassen. Und er sprach nicht einfach nur über diese Dinge, er ging mit gutem Beispiel voran. Das ist etwas, nach dem ich in meinem Leben zu streben versuche.

Das kurze Video unten ist eine Würdigung von Sir Johns Leben und seiner Einflussnahme, die er nach wie vor auf die Sichtweise und die Mitarbeiter von Franklin Templeton Investments ausübt. Viel Spaß!

http://youtu.be/gBkEmQvAvrA

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